2016 und was dann?

Bildquelle: BWI

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Ein Interview mit BWI-Pressesprecher Jochen Reinhardt für den HERKULES-Blog

Die Modernisierung abgeschlossen, HERKULES ist im Zielbetrieb angekommen und noch zwei Jahre bis Vertragsende. Aber was dann? Im Interview mit dem HERKULES-Blog verrät Jochen Reinhardt, Pressesprecher des BWI Leistungsverbunds, wie es für die BWI weitergeht.

Der HERKULES-Vertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. In welcher Phase des Projekts befindet sich die BWI derzeit?

HERKULES befindet sich gerade im sogenannten Zielbetrieb. Die Modernisierung ist also abgeschlossen. Jetzt bereiten wir die BWI auf das planmäßige Ende des HERKULES-Vertrags vor. Ziel ist die reibungslose Übergabe an die Bundeswehr am 28. Dezember 2016. Der Betrieb der Bundeswehr-IT läuft währenddessen ganz normal weiter. Auch wenn wir uns in verschiedenen Projekten auf den 28. Dezember 2016 vorbereiten.

Man konnte zuletzt durch Medienberichte den Eindruck gewinnen, dass Verteidigungsministerin von der Leyen die Zusammenarbeit mit IBM und Siemens aktiv beendet habe. Ist das zutreffend?

Der im Jahr 2006 unterzeichnete HERKULES-Vertrag beinhaltete bereits die sogenannte „Inhouse“-Lösung, also die Übernahme aller Gesellschafteranteile der BWI durch den Bund. Dieses Vorgehen wurde als Standardlösung festgelegt und im Mai 2014 noch einmal bestätigt. Es war also bereits zu Beginn des Vertrags klar, dass die Zusammenarbeit mit IBM und Siemens zum Vertragsende, also 2016, beendet wird.

Welchen Ablauf sieht der Vertrag für das Ende des Projektes vor? Was ist jetzt zu tun?

Wir erstellen gerade eine Liste aller Aufgaben vor, die den reibungslosen Übergang sicherstellen. Hier gilt es verschiedene Fragen zu beantworten: Welche Verträge müssen verlängert werden? Wie sieht es mit den Lizenzen der Software-Lösungen aus? Und vieles mehr. Alles Dinge, die vorab mit dem Bund geklärt werden müssen.

Wie geht es mit der BWI nach Ende des Vertrags weiter?

Für die BWI als Unternehmen ändert sich nichts. Sie bleibt eine GmbH und der Leistungsverbund ist weiterhin aus BWI Informationstechnik, BWI Systeme und BWI Services zusammengesetzt. Jeder Arbeitsvertrag bleibt gültig. Geplant ist eine Erweiterung des Leistungsspektrums nach dem Vertragsende von HERKULES. Durch neue Ziele der Bundeswehr können sich für die BWI künftig neue spannende Herausforderungen ergeben.

Welche Aufgaben sind das genau? Was erwartet die Mitarbeiter der BWI nach dem Ende des HERKULES-Vertrags?

Der Leistungsumfang kann zunehmen. Die Technologien werden immer anspruchsvoller und innovativer. Gerade in den technischen Bereichen. Mobile Computing, Cloud – das sind Themen, mit denen sich auch die Bundeswehr auseinander setzen muss. Hierbei kommt es natürlich auf ein hohes Niveau der IT-Sicherheit an.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Reinhardt.

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