Aktualisierung der IT – ein fortlaufender Prozess

Bildquelle: Shutterstock

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Mitte 2012 ist die Modernisierungsphase im IT-Projekt HERKULES erfolgreich abgeschlossen. Viereinhalb Jahre vor Ende der Vertragslaufzeit hatte die BWI damit das IT-System der Bundeswehr in ein standardisiertes und zentralisiertes System umgebaut. An die Modernisierung schließt sich laut Vertrag die sogenannte Betriebsphase von HERKULES bis Ende 2016 an. Manch einer äußerte die Sorge, die IT der Bundeswehr würde in dieser Zeit stehen bleiben und am Ende entstünde ein Modernisierungsstau wie vor HERKULES. Eine Sorge, die sich heute als unbegründet erweist.

Nach der Modernisierung ist vor der Erneuerung. Gerade in der IT mit ihren kurzen Innovationszyklen ist eine kontinuierliche Aktualisierung geboten. Und genau diese setzt die BWI um. Noch in 2012 begann die BWI damit die PC, die ihre definierte Standzeit erreicht hatten, durch neue Modelle zu ersetzen. Zudem wurde das Betriebssystem der Rechner aktualisiert. Über 140.000 PC wurden auf Windows 7 umgestellt.

Auch das Weitverkehrsnetz der Bundewehr wurde weiter modernisiert. Ende 2014 hat die BWI die letzten von 420 geplanten Liegenschaften auf die neue Technologie Carrier Ethernet Transport (CET) umgestellt. Damit hat sie zugleich die Weiterentwicklung des Weitverkehrsnetzes der Bundeswehr (WANBw) abgeschlossen. Mit CET können Bandbreiten passgenauer und schneller zur Verfügung gestellt werden. So kann durch die CET-Technologie beispielsweise für Übungen in der Regel innerhalb von einem Tag eine höhere Bandbreite für die Liegenschaft bereitgestellt werden etwaige Umbauten am Netz entfallen. Dadurch wird die Skalierbarkeit von Bandbreiten flexibler und der Betrieb des gesamten Netzes effizienter.

Telefonie jetzt über Voice over IP

Im Dezember 2014 schloss die BWI zudem den Aufbau eines Next Generation Network Bundeswehr (NGNBw) ab und stellte die Telefonie auf Voice over Internet Protocol (VoIP) um. Über 150.000 IP-fähige Telefone hat die BWI im Zuge der VoiP-Einführung installiert und rund 1.200 Bundeswehrliegenschaften in NGNBw integriert. Ein weiteres Mammutvorhaben im Rahmen des HERKUELS-Gesamtprojekts. Damit hat die BWI auch die Telefonie der Bundeswehr auf ein neues Level gehoben. Drei Beispiele, die zeigen, dass die BWI auch in der Betriebsphase kontinuierlich dafür sorgt, dass die Bundeswehr auf einem aktuellen Stand der Technik bleibt. Ende 2016 endet der HERKULES-Vertrag zwischen der Bundeswehr und der Industrie. Die BWI wird dann zu einer Bundes-GmbH werden und als Inhouse-Gesellschaft für den Betrieb des IT-Systems der Bundeswehr und dessen Weiterentwicklung zuständig sein. Durch die kontinuierliche Aktualisierung ist ein stabiler Betrieb des IT-System nach dem Gesellschafterwechsel sichergestellt und eine gute Basis für die Weiterentwicklung gelegt.

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