Die „Überblickerin“: Irene Hasler im Portrait

Bildquelle: Irene Hasler

Bildquelle: Irene Hasler

Es gibt sie noch, die klassische Bilderbuchkarriere. Irene Hasler ist ein gutes Beispiel. Kurz nach Gründung der BWI stieg sie ein, baute im Betriebskompetenzzentrum München die neue Fachgruppe Client mit auf, wurde später Teamleiterin darin und leitet seit 2011 die gesamte Gruppe mit fünf Teams an vier Standorten. Zweifache Mutter ist sie auch noch. Wie sie das schafft, berichtet sie im Portrait.

Auf Irene Haslers Schreibtisch liegt kein Papierstapel am falschen Platz. Die Stifte: in Reih und Glied. Ordnung muss sein, schließlich ist dieser Schreibtisch die Kontrollzentrale der 34-jährigen Fachgruppenleiterin im Betriebskompetenzzentrum des Segments Client- und Application Services (CAS BKZ) am Standort München. Die Fachgruppe Client des BKZ kümmert sich einfach ausgedrückt darum, dass die Rechner der Bundeswehr-Nutzer und der eigenen Anwender reibungslos laufen. Das fängt bei der Installation an, geht über den Betrieb und die Pflege der Hardware bis hin zum Second Level Support. Dabei arbeitet das Team eng mit den Kollegen aus dem Help Desk und dem Vor-Ort-Service zusammen.

„Wir optimieren die Clients und lösen Probleme aus der Ferne“, bringt es Hasler auf den Punkt. Neben den HERKULES-Computern im Kunden- und Eigenbetrieb betreut ihre Fachgruppe Bundeswehrangehörige, die über einen Telearbeitsplatz verfügen. „Wir können da nicht einfach einen Standard-Laptop hinstellen und fertig. Der Fernzugriff auf das Bundeswehrnetz muss bestimmten IT-Sicherheitsanforderungen genügen und wird mit einem speziellen, BSI-zertifizierten Zugangssystem ermöglicht. Dazu schulen wir die Nutzer auch.“

Niemals stillstehen

Vierzig Mitarbeiter kümmern sich um diese Aufgaben – verteilt auf vier Standorte. „Mein Job ist es, die Kollegen in München, Bonn, Geltow und Leipzig zu koordinieren und alles im Blick zu behalten. Wie viele Incidents gibt es? Womit haben Anwender immer wieder Probleme, und woran liegt das?“ Solche Fragen klärt Hasler, immer im engen Austausch mit den Teamleitern vor Ort.

Irene Hasler weiß genau, worauf sie dabei achten muss. Schließlich ist sie von Anfang an in der Fachgruppe Client dabei. Vorher lies sie sich bei Siemens zur Fachinformatikern Systemintegration ausbilden, arbeitete anschließend im Help Desk. „Irgendwann aber wollte ich etwas Neues, mich weiterentwickeln“, sagt Hasler. Als die BWI nach Mitarbeitern suchte, war sie dabei. Zum Einstieg stand die Verteilung neuer Rechner für die eigenen Kollegen in der BWI an, danach ein entscheidendes Projekt bei der Bundeswehr: der Rollout der ersten HERKULES Clients im Zielbetrieb in Bad Reichenhall.

Familienmensch und Führungskraft

Das ist jetzt acht Jahre her. Die Abteilung ist geblieben, die Aufgaben haben sich verändert. „Heute arbeite ich natürlich weniger operativ, weil dafür einfach die Zeit fehlt. Es war anfangs gar nicht so einfach, Aufgaben zu delegieren. Vor allem für einen kontrollbewussten Menschen wie mich“, lacht Hasler.

Noch etwas hat sich grundlegend verändert. Irene Hasler ist Mutter geworden. Zweimal. Familienmensch und Führungskraft: Wie gut lässt sich das bei der BWI vereinbaren? „Ich war bei beiden Kindern nur während des Mutterschutzes zuhause und bin dann gleich für ein Jahr halbtags wieder eingestiegen“, erklärt sie. Damit das in ihrer Position funktioniert, muss alles geregelt ablaufen, jede Aufgabe und Zuständigkeit klar sein. Entscheidend sei, dass man die Teamleiter stärkt und immer ansprechbar bleibt. Ab November 2015 arbeitet sie wieder Vollzeit.

„Unser Chef und das ganze Umfeld BWI fördern Frauen in Führungspositionen. Wer sich reinkniet, den Willen und das technische Verständnis mitbringt, hat beste Voraussetzungen“, meint sie. Doch man müsse auch ehrlich sein: „Viel Zeit für Hobbys bleibt nicht. Aber ich würde mein Leben gar nicht anders wollen.“ Von einem „Hobby“ erzählt sie dann doch. Hasler unterstützt Auszubildende auf ihrem Weg zum Abschluss. Als ehrenamtliche Prüferin der IHK und aus der eigenen Berufserfahrung weiß sie genau, worauf es dabei ankommt.

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