Digitaler Wandel braucht seine Zeit

Bildquelle: BS/Tobias Giessen

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Die Digitalisierung hat begonnen, auch bei der Bundeswehr und anderen Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Dass es allerdings kein Ad-hoc-Projekt ist, hat das CeBIT-Forum von AFCEA Bonn und dem Behörden Spiegel in Hannover deutlich gemacht.

Wie digital sind Bundeswehr und andere Behörden und BOS? Was fehlt noch? Und was bietet die Industrie? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, trafen sich Vertreter von Bundeswehr und Industrie auf der CeBIT in einem vom AFCEA Bonn und dem Behörden Spiegel organisierten Forum. Generalmajor Dr. Ansgar Rieks, Amtschef Luftfahrtamt der Bundeswehr, berichtete über die Erfahrungen aus der Aufstellung des Luftfahrtamtes. „Wir waren frei, unsere Prozesse und IT zu strukturieren“, sagte er. Sämtliche Maßgaben von mobiler Kommunikation bis hin zu IT-Sicherheit konnten erfüllt werden. Bedenken äußerte Rieks nur hinsichtlich der bestehenden organisatorischen Abläufe. Diese seien nur schwer zu ändern.

Erfahrungen der BWI

Ewald Glaß betonte die Vorteile einer flächendeckenden Digitalisierung. Der Geschäftsführer der BWI Informationstechnik GmbH zeigte anhand der Modernisierung im IT-Projekt HEKRULES, welche Bedeutung die Standardisierung und Zentralisierung nichtmilitärischer Informationstechnologien für eine organisierte IT der Bundeswehr hat. Mit der Einführung eines zentralen User Help Desk oder der Anwendungsfamilie SASPF habe das Projekt auch die IT-Prozesse organisiert und Nutzer unterstützt. Diese Standardisierung erlaube es, künftig Forderungen nach anderen Zusammenarbeitsformen und sichererer Architektur besser umzusetzen.

IT als Mittel zum Zweck

Im weiteren Verlauf der Diskussion wagten die Beteiligten einen Blick in die Zukunft: Dr.-Ing Michael Wunder vom Fraunhofer Institut warb beispielsweise für eine Kultur der Zusammenarbeit. Die Basis dafür sei in der öffentlichen Verwaltung bereits geschaffen, dies würden Gesetzen und politischen Initiativen belegen. Trotzdem sei es noch ein weiter Weg bis zu einem reibungslosen Ablauf aller Prozesse. Einig waren sich die Referenten auf dem Podium, dass IT letztendlich immer ein Mittel zum Zweck sein müsse, um die Menschen, die sie nutzen, so effizient wie möglich in ihrer Arbeit zu unterstützen.

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