„Schwierige Aufgaben als Chance begreifen“ – Ulrich Horn im Portrait

Bildquelle: Ulrich Horn

Bildquelle: Ulrich Horn

Für Ulrich Horn ist die SASPF-Einführung in der Bundeswehr so etwas wie ein Herzensprojekt. Seit dem HERKULES-Beginn arbeitet der 55-jährige an dem Vorhaben mit: In den zurückliegenden Jahren hat er zahlreiche Konzepte geschrieben und vieles ins Rollen gebracht. Und dabei immer zwischen den Interessen aller Beteiligten der Bundeswehr und der BWI vermittelt. Routine: Fehlanzeige.

Ulrich Horn ist Mitarbeiter der BWI Systeme. An seinem BWI-Arbeitsplatz trifft man ihn allerdings eher selten an. Zumeist übt er den engen Schulterschluss mit der Bundeswehr in Bonn-Beuel – und das aus gutem Grund. Der „Service Portfolio Manager Anwendungen“ ist die Schnittstelle zwischen BWI und der Abteilung G (IT-Unterstützung) des Bundesamts für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Er berät rund um SASPF: zur Erarbeitung strategischer Vorschläge, zur Nutzung der Anwendungen, aber auch zur Implementierung und Weiterentwicklung des Customer Center of Expertise.

Horns Lebenslauf prädestiniert ihn gerade dafür. Wehrdienst, Wirtschaftsstudium mit Schwerpunkt Planung und Organisation, seit 1986 in der IT-Branche. Angefangen hat Horn bei Siemens, einem der BWI-Gründungspartner. 1999 dann der Wechsel zu IBM – dem anderen BWI-Gründungspartner. Es scheint fast, als sei sein Weg zu HERKULES vorgezeichnet gewesen.

Ulrich Horn an seinem Arbeitsplatz bei der BWI

Ulrich Horn an seinem Arbeitsplatz bei der BWI

„Wohl einer der ältesten Hasen hier“

Seit dem ersten Angebot 2001 ist Horn mit HERKULES beschäftigt. Ab 2007 kümmerte er sich als entsendeter Mitarbeiter von IBM um den Rollout der SAP-Software in die Bundeswehr. Er kalkulierte das Megaprojekt durch, stimmte das Rolloutkonzept ab. In erster Linie eine kommunikative Herausforderung: „Das Konzept musste den Anforderungen aller Organisationsbereiche der Bundeswehr gerecht werden. Da gab es viel zu klären und zu vermitteln“, sagt Horn. „Wir wollten schließlich die gesamte Software für die vertraglich vereinbarten 45.000 Anwender ausrollen, da muss man auch etablierte Denkweisen ändern.“

Ein Großprojekt, das Kompromisse fordert. „In den ersten Jahren bin ich viel gependelt, denn wir wohnten am linken Niederrhein. Täglich 200 Kilometer zu fahren war auf Dauer zu anstrengend, also zog ich nach Bonn – und habe meine Frau und meinen Sohn nur noch an den Wochenenden gesehen.“ Keine einfache Zeit, aber die Familie hielt zusammen. Und wohnt heute gemeinsam in der Nähe von Bonn.

Abenteuer Abwechslung

Den SASPF-Rollout in die 1. Panzerdivision hat Ulrich Horn noch selbst verantwortet, danach folgten neue Herausforderungen bei der Unterstützung des Drittgeschäfts, beispielsweise beim E-Recruiting. Inzwischen ist er kein entsendeter Mitarbeiter mehr, sondern fest bei der BWI Systeme angestellt. „Wenn etwas zu sehr Routine wird, brauche ich eine neue Herausforderung“, sagt er. „Und die bekomme ich bei der BWI frei Haus geliefert. Ich plane heute weniger und berate mehr. Als Kommunikationsdrehscheibe bin ich eng an allen strategischen Themen dran, das ist sehr spannend.“

Auch privat geht der Manager immer wieder neue Projekte an. Gemeinsam mit seiner Frau lernt er nun Italienisch. Beide lieben Italien, ihr Sohn macht dort gerade ein Auslandssemester. Lernbereit und offen sein, schwierige Aufgaben als Chance begreifen: Dafür steht Ulrich Horn. Und das merkt man seiner Arbeit im HERKULES-Projekt an.

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